#22 – Wir sind am Zug

#22 zur
Lage im Land

Wir sind am Zug. Wir müssen eine Entscheidung treffen, aber unsere Erwartungen an den Wahlausgang sind denkbar niedrig.

Nur jeder Fünfte erwartet, dass es nach der Wahl eine Bundesregierung gibt, die das Land voranbringt. Für fast zwei Drittel (59%) ist klar, dass es ihnen nach der Wahl nicht besser gehen wird, sie fanden den Wahlkampf einfach enttäuschend (59%).

Es fehlen Visionen, Ideen und Perspektiven, nur Klimaschutz ist vielen einfach zu wenig.

Aufbruch geht anders – das hier fühlt sich eher nach Rückzug an.

Die steigende Preisorientierung belegt das: Immer mehr Menschen sparen und halten lieber das Geld zusammen. Auch die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes steigt. Die Schotten werden also dicht gemacht. Statt neue Strategien zu entwickeln, warten wir untätig auf die bevorstehende Enttäuschung und lassen die Vorboten einer Krise auf unser Einkaufs- und Sparverhalten Einfluss nehmen

Trotz allem: Die Corona-Situation bessert sich! 75% der Erwachsenen sind geimpft und diese Mehrheit findet, dass der Rest einfach zuhause bleiben sollte. Die Politik traut sich nicht, das so deutlich zu sagen. Aber eine Wahl und die folgenden Koalitionsverhandlungen sind eine Zeit der Neuorientierung, das liegt in der Natur der Sache. Wir können durchatmen, neue Kraft tanken, dem Spiel neue Regeln geben. Und wenn wir wieder am Zug sind, ist Weihnachten, dann Neujahr, dann 2022 und das klingt doch nach einem Jahr, in dem wir zusammen auch mal wieder gewinnen könnten, finden Sie nicht auch?

Die Erwartungen an die neue Bundesregierung spiegeln die Ängste in verschiedenen Zielgruppen wider

Anteil an der Bevölkerung, der vor allem … wichtig findet?

  • Sicherung der wirtschaftlichen Perspektive
  • Lösung der gesellschaftlichen Probleme
  • Klima- und Umweltschutz
  • Schutz vor Corona

Über die Frage, welche Probleme vor allem gelöst werden sollen, gehen die Meinungen sehr auseinander.

Der Schutz vor Corona und die damit verbundenen Folgen und Dramatik, sehen 27% immer noch als wichtigstes Problem an. Die Sicherung der wirtschaftlichen Perspektive ein weiteres Viertel (26%).

Teilnahme an der Bundestagswahl: .

Weit über 80% wollen wählen gehen oder haben schon gewählt.

Nur darüber, was sie dann wollen, gehen die Meinungen weit auseinander. Bleiben wir gespannt, wie es am Sonntag ausgeht.

Die komplette Studie und alle Zahlen